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	<title>IrlandInside.Info</title>
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	<description>Irland - Reisen, Leben, Wissen, Meinung</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 09:29:42 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Burg die zum Lustschloss wurde</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 09:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer am Lough Key im County Roscommon ist, ob nun als Bootstourist am neuen Anleger oder als ganz normaler Sterblicher mit dem Auto, der wird in der Regel die schöne Burg(ruine) bewundern. Und sich nicht gross darüber wundern, was die da macht. Eine alte Burg eben, etwas vom Zahn der Zeit angenagt. Oder doch nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer am Lough Key im <a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/connacht/roscommon/" title="County Roscommon">County Roscommon</a> ist, ob nun als Bootstourist am neuen Anleger oder als ganz normaler Sterblicher mit dem Auto, der wird in der Regel die schöne Burg(ruine) bewundern. Und sich nicht gross darüber wundern, was die da macht. Eine alte Burg eben, etwas vom Zahn der Zeit angenagt. Oder doch nicht?</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/18/die-burg-die-zum-lustschloss-wurde/lough-key-castle/" rel="attachment wp-att-1636"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/lough-key-castle.jpg" alt="" title="lough-key-castle" width="600" height="326" class="aligncenter size-full wp-image-1636" /></a></p>
<p>Nein, doch nicht &#8211; denn die Ruine am See, der nach dem Druiden Cé benannt wurde, ist nicht die echte Burg. Gewiss, bekannt ist das Gemäuer als &#8220;MacDermot&#8217;s Castle&#8221;, gelegen auf Castle Island, und irgendwann einmal eine Befestigung der Familie MacDermot gewesen. Aber die gingen den Weg alles Irischen &#8211; ab in die Versenkung.</p>
<p>Die neuen Landbesitzer in der Gegend waren die englischen Könige. Na gut, das ist vielleicht etwas enthusiastisch verdeutscht (eine Unsitte, die mir gerade im WWW immer wieder auffällt) &#8211; denn als die Engländer Mitte des 17. Jahrhunderts unter Cromwell kamen, gab es keinen König, sondern nur einen <em>Commonwealth</em>. Aber der Familienname der neuen Eigner war &#8230; King.</p>
<p>Die nannten erstmal die ganze Gegend um, aus Moylurg wurde Rockingham, und machten es sich später auch richtig bequem: 1809 liessen sie am Lough Key Rockingham House vom englischen Stararchitekten John Nash bauen. Familiensitz bis immerhin 1957, als es ein Feuer unbewohnbar machte. Wenigstens konnten Teile der Inenneinrichtiung gerettet werden. 1970 wurden die Ruinen dann dem Erdboden gleichgemacht &#8211; obwohl der irische Staat erst versprochen hatte, das interessante und architektonisch wertvolle Gebäude wieder aufzubauen.</p>
<p>Doch nochmal 150 Jahre zurück:</p>
<p>Mit einem modernen Haus hatten die Grundherren natürlich eine Burgruine zu viel  &#8230; und so wurde am Anfang des XIX. Jahrhunderts MacDermot&#8217;s Castle in eine romantische Ruine, ein sogenanntes <em>Folly</em>, umgebaut. Das Design war dabei nicht der Tradition geschuldet, sondern der historisierenden Romantik, dem Verlangen danach, eine ansehnliche Stätte zum Ausleben der Phantasie zu haben. Schriftsteller wie Horace Walpole und Walter Scott waren für den Trend verantwortlich, der sich von &#8220;<em>gothic</em>&#8221; und &#8220;<em>historic novels</em>&#8221; in alle Bereiche des Lebens ausbreitete, bis hin zu den Präraffaeliten und &#8230; Architekten.</p>
<p>Genutzt wurde die Ruine dann als Lustschloss &#8211; man feierte hier Feste, gerne auch Kostümbälle, hielt Schäferstündchen (oft im wahrsten Sinne des Wortes), lustwandelte oder las. Und Legenden bildeten sich. So wird gemunkelt, es habe einen unterirdischen Gang vom Rockingham House zu MacDermot&#8217;s Castle gegeben. Nicht sehr wahrscheinlich. Auch andere Geschichten sind nicht zu verifizieren, so habe hier der Pfarrer gewohnt, heisst es etwa.</p>
<p>Wie auch immer &#8230; heute ist MacDermot&#8217;s Castle das, was es seit dem Bau von Rockingham House immer sein sollte: Eine Ruine, die der Erbauung und dem Vergnügen dient. Damals der <em>Landed Gentry</em>, heute der Allgemeinheit und machmal auch dem bildungsfernen Pöbel, der dann nach einer durchlärmten und -zechten Nacht seinen Müll hinterlässt.</p>
<p>Eine weitere Geschichte zur Geschichte des Lough Key begegnete mir allerdings neulich in einem ganz anderen <em>Great House</em>, nämlich <a href="http://goireland.about.com/b/2012/04/12/temple-house-a-truly-great-bb-house.htm" title="Temple House, County Sligo" target="_blank">Temple House</a> im <a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/connacht/sligo/" title="County Sligo">County Sligo</a>. In der Eingangshalle hängt hier ein Geweih von einem irischen Elch (<em>Megaloceros giganteus</em>), ausgestorben seit etwa 7.700 Jahren:</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/18/die-burg-die-zum-lustschloss-wurde/lough-key-antlers/" rel="attachment wp-att-1635"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/lough-key-antlers.jpg" alt="" title="lough-key-antlers" width="600" height="330" class="aligncenter size-full wp-image-1635" /></a></p>
<p>Dieser wurde nicht von den Percevals erlegt (die kamen erst einige Jahrtausende später nach Irland) &#8230; sondern aus einem Moor am Lough Key geborgen. Man stelle sich vor, diese Giganten würden heute noch dort ihre Kreise ziehen &#8230;</p>
<p>Ach ja, Sie sehen richtig &#8211; das Geweih links neben dem Elch trägt einen Bowler. Oder eine Melone.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der ver-Cork-ste Ring</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/17/der-ver-cork-ste-ring/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 08:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Ring, sie zu knechten, den alle finden, die Touristen ewig zu binden - wenn das in Kerry geklappt hat, so sagten sich wohl einige Tourismusvermarkter im südlichen Nachbarcounty, dann muss das bei uns auch gut gehen. Und so erfanden sie den "<em>Ring of Cork</em>". Immerhin ein amüsanter Versuch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Ring, sie zu knechten, den alle finden, die Touristen ewig zu binden &#8211; wenn das in Kerry geklappt hat, so sagten sich wohl einige Tourismusvermarkter im südlichen Nachbarcounty, dann muss das bei uns auch gut gehen. Und so erfanden sie den &#8220;<em>Ring of Cork</em>&#8220;. Der mir bislang irgendwie unterm Radar durchschlüpfte. Jetzt halte ich einen Ringprospekt in der Hand und denke &#8230; watt is&#8217;n datt? </p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/17/der-ver-cork-ste-ring/ring-of-cork-1/" rel="attachment wp-att-1623"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/ring-of-cork-1.jpg" alt="" title="ring-of-cork-1" width="600" height="268" class="aligncenter size-full wp-image-1623" /></a></p>
<p>Cork ist ja nun gross, das weiss man. Ein <em>Ring of Cork</em> wäre demnach auch eine ganz gewaltige Strecke. So musste eine Auswahl getroffen werden. Wie auch in Kerry, und so ist es hier eigentlich der <em>Ring of South and East Cork</em>. Von Ballincollig bis Youghal. Inklusive Cork City, Fota, Cobh und allem, was sich so vermarkten lässt. Etwa Trabolgan Holiday Village &#8230; fein für Fans von Barney und Baumeister Bob, weniger für den Kelten suchenden Bildungstouristen. </p>
<p>Also, so ganz überzeugt bin ich von der Attraktivität dieses Ringes nicht. Aber man müsste das einmal abfahren, sollte ja wie der <em>Ring of Kerry</em> auch mit begrenzter Zeit möglich sein? Eher nicht, und auch eher nicht so flüssig, denn der Begriff &#8220;Ring&#8221; ist hier, naja, etwas geschönt:</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/17/der-ver-cork-ste-ring/ring-of-cork-2/" rel="attachment wp-att-1624"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/ring-of-cork-2.jpg" alt="" title="ring-of-cork-2" width="600" height="268" class="aligncenter size-full wp-image-1624" /></a></p>
<p>Selbst ein von drei Güllelastern überrollter Ring sieht nicht so aus. Das ist nicht der <em>Ring of Cork</em>, das könnte man eher als den <em>Ramalamalamalamalamadingdong of Cork</em> bezeichnen. Hin, her, vor, zurück, Sackgassen inklusive.</p>
<p>Fazit &#8211; netter Versuch, einige wirklich interessante Orte und zahlende Kunden in einem neuen &#8220;Ring&#8221; zu verwurschteln. Aber weder der Ring ist zu erkennen &#8230; noch der Grund, warum man ihn denn abfahren sollte. Rosinen picken ist angesagt, nicht der von <em>South &#038; East Cork Tourism</em> getriebenen Herde folgen. </p>
<p>Obwohl, eine richtige Touristenherde kann ich mir auf diesem <em>Ring of Cork</em> gar nicht vorstellen. Die findet man eher auf dem <em>Ring of Kerry</em>.</p>
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		<title>NAMA oder Leprechaun?</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/16/nama-oder-leprechaun/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:43:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythologisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich will einen ... denn das ultimative Zinnfigürchen zur irischen Mythologie ist da: <em>Marty McGuinness the Leprechaun Banker</em>! Einfach göttlich. Ein "<em>greedy emerald green-clad midget</em>". Ob der Topf dann von der Northern Bank stammt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/16/nama-oder-leprechaun/marty/" rel="attachment wp-att-1607"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/marty.jpg" alt="" title="marty" width="150" height="150" class="alignleft size-full wp-image-1607" /></a>Ich will einen &#8230; denn das ultimative Zinnfigürchen zur irischen Mythologie ist da: <a href="http://www.warlordgames.com/19109/new-marty-mcguiness-the-leprechaun-banker/" title="Warlord Games Website" target="_blank"><em>Marty McGuinness the Leprechaun Banker</em></a>! Einfach göttlich. Ein &#8220;<em>greedy emerald green-clad midget</em>&#8220;. Ob der Topf dann von der Northern Bank stammt? </p>
<p>Anscheinend ist der Wicht schon im März auf den Markt geworfen worden, ich habe ihn jedoch heute erst gesehen. Wesentlich cooler als ein Lego-Leprechaun, finde ich. Und mit £ 4,00 auch nicht unbedingt allzu teuer. Das Original kommt uns hier jeden Tag viel teurer zu stehen, glaube ich &#8230;</p>
<p>Allein, was mir fehlt &#8230; eine kleine Armalite irgendwo versteckt?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>The Devil&#8217;s Deal</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/16/the-devils-deal/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Irland und die Nazis ... ein altes Thema, das immer mal wieder Wellen macht. Kürzlich hat David O'Donoghue mit "<em>The Devil's Deal</em>" ein weiteres Kapitel eben dieser Geschichte aufgearbeitet. Oder, besser gesagt, angerissen. Um es kurz zu machen - das Buch liess mich gelangweilt und unzufrieden zurück.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.co.uk/gp/product/1848400802/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=droichead03-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1634&#038;creative=6738&#038;creativeASIN=1848400802"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/devilsdeal-211x300.jpg" alt="" title="devilsdeal" width="211" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1595" /></a>Irland und die Nazis &#8230; ein altes Thema, das immer mal wieder Wellen macht. Ob es nun Dev und der Trauerbesuch ist oder eben die Kooperation von Abwehr und IRA, vieles ist noch immer nebulös und nicht nur vom Mantel der Geschichte, sondern auch von Theorien und Phantasien umweht.</p>
<p>Kürzlich hat <a href="http://www.amazon.co.uk/gp/product/1848400802/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=droichead03-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1634&#038;creative=6738&#038;creativeASIN=1848400802" title="The Devil's Deal" target="_blank">David O&#8217;Donoghue mit &#8220;<em>The Devil&#8217;s Deal</em>&#8220;</a> ein weiteres Kapitel eben dieser Geschichte aufgearbeitet. Oder, besser gesagt, angerissen. Um es kurz zu machen &#8211; das Buch liess mich gelangweilt und unzufrieden zurück.</p>
<p>Dabei ist das Thema an sich interessant, denn es geht um Jim O&#8217;Donovan &#8211; der IRA oberster Bombenbauer, erklärter Gegner des Irischen Freistaats, Beamter desselben und einer der wichtigsten Iren in den Augen der deutschen Abwehr. Ein Mann, der mehrfach Gast des &#8220;Dritten Reiches&#8221; war, Hitler wegen Autobahnen und Vollbeschäftigung lobte und in seiner Freizeit die Bombenkampagne 1939/40 in England ausarbeitete, die gnadenlos Zivilisten in den Tod riss.</p>
<p>Ein guter Mann, werden jetzt einige Revolutionsromantiker sagen. Ein mörderischer Sympathisant des Faschismus in anderen Augen.</p>
<p>Und O&#8217;Donoghue liefert uns keine Klarheit, wer O&#8217;Donovan wirklich war, welche Beschreibung ihn am ehesten fasst. Im Gegenteil, nach Lektüre des Buches weiss man zwar viele Details, das Gesamtbild aber geht verloren.</p>
<p>Da wäre zum einen das Problem, dass O&#8217;Donoghue hier etwas vorlegt, was ich ganz böse als hemmungslos aufgeblasenen Zeitschriftenartikel einordnen würde &#8211; den nur die Fussnoten retten könnten, da sie mehr Details bieten und das recht grobe Bild des Haupttextes verfeinern. Nur, wer liest die Fussnoten? Zügig ist anders. </p>
<p>Und: In der teilweisen Detailverliebheit geht das &#8220;grosse Bild&#8221; unter. Man erfährt, dass deutsche Zollbeamte gründlich sind und schmuggelnde Irinnen dumm dastehen. Nicht erfährt man, wer denn der &#8220;<em>young Nordic of magnificent figure</em>&#8221; war, der den Gesprächen in Berlin beiwohnte. O&#8217;Donovan beschreibt ihn  fast homoerotisch, O&#8217;Donoghue übergeht ihn. Dass die Beschreibung wie ein i-Tüpfelchen auf Reinhard Heydrich passt und die Umstände des Treffens seine Teilnahme zumindest nicht unmöglich machten &#8230; vielleicht fällt es nur mir auf? Gerade da hätte ich mir mehr Recherche, ja auch mehr Mut zur Spekulation gewünscht. Und weniger Füllmaterial.</p>
<p>Das Prädikat &#8220;hemmungslos aufgeblasen&#8221; kam mir in den Sinn, als ich schon nach den ersten Kapiteln andauernde Wiederholungen bemerkte. Nicht ein- oder zweimal, nein, andauernd. In einem ganz erinnerungswürdigen Fall wird derselbe Sachverhalt auf zwei Seiten dreimal ausgebreitet, bei recht grosszügigem Druckbild. So etwas nervt und lässt den Eindruck entstehen, das Buch sei für Idioten geschrieben. Ich jedenfalls sass frustriert da und wollte brüllen: &#8220;Ich habe begriffen, dass seine Hand verkrüppelt war, wirklich &#8230; <em>get on with it!</em>&#8221; Wäre da nur ein Lektor mit dem Rotstift eingeschritten!</p>
<p>Und nicht nur da &#8211; O&#8217;Donoghues gelegentliche literarische Ausflüge sind weder gelungen noch notwendig, sie tragen zum Thema nichts bei und erscheinen wie des Autoren Eitelkeit. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Sachbücher mit nicht allzu trockenem Stil hätte (würde mir ja ins eigene Knie schiessen), aber es klappt hier einfach nicht. Beispiel?</p>
<blockquote><p><em>There are beginnings and beginnings, some more auspicious than others. The origins of this biography&#8217;s subject, James Laurence O&#8217;Donovan, are relatively inauspicious, but few if any could have predicted what lay ahead of him.</em></p></blockquote>
<p>Schwurbel &#8230; die Herkunft war unauffällig, dennoch konnte niemand voraussagen &#8230; zu den Akten, Stichwort &#8220;Formulierungsschwächen&#8221;.</p>
<p>Aber auch die konkreten Inhalte des Buches kann man schnell zu den Akten legen, denn sie werden nie konkret genug. Zwar lässt O&#8217;Donoghue einmal mehr das gesamte Panoptikum der Nazizeit an uns vorbeiziehen, von Hempel zu Goertz, von Clissmann zu Veesenmayer, aber wirklich Neues liest man nicht. Die Versuche, den Abwehrmann Clissmann von jedem Nazi-Verdacht zu befreien, sind nun schon altbekannt (und auch bei diversen Gerichten aktenkundig), Sean Russell und Frank Ryan tauchen auf und werden wieder einmal nicht gross hinterfragt, Francis Stuart bildet wie fast üblich den &#8220;<em>lunatic fringe</em>&#8221; und auch Adolf Mahr wird mal erwähnt. Wobei fast der gesamte Hintergrund aus den diversen Büchern zum Thema geplündert scheint und daher Versatzstück bleibt.</p>
<p>Und nicht einmal brauchbar &#8211; so dankt der Autor Enno Stephan (Doyen des Genre und in meinen Augen kein absolut zuverlässiger Berichterstatter) für die Erläuterungen zum Lied &#8220;<em>Then we march against England</em>&#8220;. Watt? Okay, das Hermann-Löns-Werk &#8220;Denn wir fahren gegen Engeland&#8221; gleich mal falsch zu übersetzen, zeugt von Qualität. &#8220;<em>Because we&#8217;re sailing against England</em>&#8221; wäre korrekt, &#8220;fahren&#8221; mit &#8220;marschieren&#8221; gleichzusetzen hat schon was. Vor allem, wenn man daraus dann &#8220;marschieren mit der Eisenbahn&#8221; macht. Deutsche Sprache, schwere Sprache. Und die Bezeichnung &#8220;<em>song of the Nazi era</em>&#8221; belegt schlampige, eventuell vollkommen fehlende Recherche.</p>
<p><a href="http://www.amazon.co.uk/gp/product/1848400802/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=droichead03-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1634&#038;creative=6738&#038;creativeASIN=1848400802" title="The Devil's Deal" target="_blank">David O&#8217;Donoghues &#8220;<em>The Devil&#8217;s Deal</em>&#8220;</a> &#8211; lesenswert? Ja, in Auszügen, wenn man sich die Rosinen rauspickt. Aber nicht zum Vergnügen. Und nie mit wirklich viel Gewinn.</p>
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		<title>Kinderland Irland?</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/15/kinderland-irland/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Walter sprach es im Kabelbinder-Thread kurz an ... "erwachsenes Nichtstun", was Kindern in Irland gefährlich werden kann. Dagegen setze ich hier ein Beispiel von "staatlichem Zuvieltun", eine in meinen Augen absolut abgedrehte Lösung zu einem nicht existierenden Problem. Im County Meath durchaus nicht einmalig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Walter (nicht der magische, ein anderer) sprach es im <a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/14/kabelbinder-das-ist-fur-amateure/" title="Reifen-Befestigung">Kabelbinder-Thread</a> kurz an &#8230; &#8220;erwachsenes Nichtstun&#8221;, was Kindern in Irland gefährlich werden kann. Dagegen setze ich hier ein Beispiel von &#8220;staatlichem Zuvieltun&#8221;, eine in meinen Augen absolut abgedrehte Lösung zu einem nicht existierenden Problem. Im <a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/leinster/meath/" title="County Meath">County Meath</a> durchaus nicht einmalig, vom Rest Irlands weiss ich es nicht:</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/15/kinderland-irland/ddcim100dicamdsci0510-jpg/" rel="attachment wp-att-1587"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/spielplatz.jpg" alt="" title="spielplatz perdu" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1587" /></a></p>
<p>Der Tatort: Oldcastle, zwischen der Grundschule und der Co-op. Ein grosser und guter und sicherer Spielplatz wird vom County Council errichtet. Mit allem, was das Kinderherz begehrt. Sieht wirklich Klasse aus, ist durch Gitter sicher, auch durch einen dieser Gummifussböden. Da lässt man sein Kind gern spielen, schätze ich.</p>
<p>Pustekuchen.</p>
<p>Denn der Spielplatz ist seit Jahr und Tag abgesperrt, das Gitter hält die Kinder fern statt sicher. Ungenutzt rotten die Sachen langsam, aber sicher vor sich hin.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Kostenfrage &#8211; das County stellte fest, dass das Geld für eine mögliche Instandsetzung fehlt. Und dass man daher eine Beschädigung der Spielgeräte vermeiden muss. Also wird der Spielplatz nicht genutzt, damit er sich nicht abnutzt. Salomonisch, sozusagen.</p>
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		<title>Flat Lake Festival &#8230; das Aus!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monaghan]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Garant für Kunst und Kultur in der nördlichen Provinz nahm den Hut - das Flat Lake Festival in Clones ist zumindest für 2012 abgesagt. <em>Has commercial hedonism, with all its splendiferous canvas-countercultural intent, perhaps reached saturation point?</em> Ob sich das 2013 ändert? Ehrlich gesagt ... bin ich ein wenig pessimistisch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Garant für Kunst und Kultur in der nördlichen Provinz nahm den Hut &#8211; das Flat Lake Festival in Clones, <a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/ulster/monaghan/" title="County Monaghan">County Monaghan</a>, ist zumindest für 2012 abgesagt. Auf der <a href="http://theflatlakefestival.com/Home/Welcome" title="Flat Lake Festival - cancelled for 2012" target="_blank">Festival-Webseite</a> ist ein längerer Artikel zu lesen, der etwas Bitterkeit durchblicken lässt &#8211; man beachte vor allem die folgende Passage: </p>
<blockquote><p><em>Since we began five years ago, there are now probably more festivals dotted around the country than libraries, more exotic catering trailers than local butchers shops, more mobile Heineken bars than village pubs… and more ubiquitous music ‘line-ups’ than you can shake a soiled rock ‘n roll G-string at.  Are we not all about to be eaten up by a herd of man-eating yurts? Has commercial hedonism, with all its splendiferous canvas-countercultural intent, perhaps reached saturation point?</em></p></blockquote>
<p>Naja. 2012 wird ein langsames Jahr, scheint es &#8230; kein Slane, kein Oxegen, kein Strassenrennen in Kells, jetzt auch kein Flat Lake. Ob sich das 2013 ändert? Ehrlich gesagt &#8230; bin ich ein wenig pessimistisch.</p>
<p>Was weiterhin auseinanderklafft das ist das Bedürfnis auch der Provinz an Veranstaltungen, vom Line-Dancing Spectacular über die Haus- und Gartenausstellung bis hin zum <em>Prog-Rock-Alternative-Indie-Local-Talent-Mudfest</em>, und das Interesse am Profit. Wo sich kein Reibach machen lässt, findet sich nur noch selten ein Veranstalter. Und findet sich ein idealistischer Veranstalter, will oft der Veranstaltungsort kräftig kassieren. Und so weiter &#8230;</p>
<p>Selbst das Dorfgrillen am See wird ja heute schon von <em>Health &#038; Safety</em> überwacht und man muss eine Veranstaltungsversicherung in Milliardenhöhe vorweisen. Ganz davon zu schweigen, dass mir dann noch ein <em>Food Inspector</em> reinredet, dass ich mein Steak nicht <em>medium rare</em> geniessen darf &#8230; </p>
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		<title>Irland ist &#8230; ehrlich!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 08:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Irland ist schön ... brauchen wir nicht drüber zu reden. Irland ist auch manchmal eine "Kackinsel", muss man sich auch nicht <em>ad nauseam</em> drüber verbreiten. Denn beides stimmt und ist, wenn man wirklich ehrlich ist, offensichtlich. Aber es sind nicht zwei Seiten derselben Medaille, wie man immer so schön sagt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irland ist schön &#8230; brauchen wir nicht drüber zu reden. Irland ist auch manchmal eine &#8220;Kackinsel&#8221;, muss man sich auch nicht <em>ad nauseam</em> drüber verbreiten. Denn beides stimmt und ist, wenn man wirklich ehrlich ist, offensichtlich. Aber es sind nicht zwei Seiten derselben Medaille, wie man immer so schön sagt. Es sind Facetten. Teilaspekte. Und das komplette Irland ist wirklich mehr als die Summe seiner Teile.</p>
<p>Irland ist &#8230; es existiert, es lebt, es hat die verschiedensten Anblicke und Eindrücke zu bieten, die oft extrem kontrastieren. Die &#8220;Grüne Insel&#8221;, an deren begrünten Klippen schon mal jemand sein grünes Schrottauto entsorgt:</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/15/irland-ist-ehrlich/wrack/" rel="attachment wp-att-1569"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/wrack.jpg" alt="" title="wrack" width="600" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-1569" /></a></p>
<p>Der Anhänger der Theorie &#8220;Irland ist der <em>anus mundi</em> und alles ist schlecht ausser ich &#8230;&#8221; wird sich bei einem solchen Anblick geneigt fühlen, einmal mehr zu verkünden, wie schlecht doch alles auf der Insel ist. Und der grünbebrillte Sonnenschein blendet das Wrack einfach aus und seufzt &#8220;Hach, so keltisch &#8230;&#8221;. Oder so.</p>
<p>Ich sehe das gelassener, ehrlich. Denn das Bild ist nicht mehr und nicht weniger als ein weiteres Bild aus Irland, ein weiterer Anblick von Vollpfostentum, aber auch nur ein Blickwinkel. Für die buch- und broschürengeeigneten Bilder muss man nur den Aufnahmestandpunkt ändern. Danach dann ein Anruf beim Council, Fall erledigt. Ab und an auch eine kleine Wildniswanderung zum jeweiligen Wrack, um einen Blick hineinzuwerfen &#8211; bislang habe ich allerdings weder Verletzte noch Leichen in den Schrottkarren gefunden. War anderswo auch schon anders &#8230;</p>
<p>Es ist ein Teil des Alltags. Ein unschöner Teil, aber wenn ich mich darüber mehr als nötig echauffiere, leidet der Blutdruck. Mehr passiert nicht. Das muss ich auch realistisch zugeben. </p>
<p>Eingewanderte, Touristen, Eingeborene &#8230; alle sollten Irland einfach so hinnehmen, wie es ist. Nicht in fatalistischer Passivität, man kann schon Dinge ändern und manche sollte man auch zumindest in Angriff nehmen. Aber vom Reden allein ändert sich nichts, ausser veilleicht der Munterheitsgrad der Zuhörer. Praktisches Handeln ist angesagt, wie so oft im Leben. </p>
<p>Zwei Minuten über die Tayto-Tüte am Dolmen meckern? Oder sie in zwei Sekunden aufheben und in den nächsten Mülleimer befördern?</p>
<p>Ganz ehrlich &#8211; vieles wird man in Irland nicht ändern können. Ob es Strassensulkys sind, Eltern ohne Beaufsichtigungslust, das unverkrampfte Verhältnis zum Begriff &#8220;Gemeinschaft&#8221; (<em>NIMBYism rules!</em>), die alltägliche Schattenwirtschaft und -politik. Man spielt mit, oder man hält sich raus &#8211; dagegen angehen hat meistens nur negative Folgen für einen selbst. Endlos darüber meckern hat auch keinen Sinn, wirklich nicht. Und sich theoretisch auf den linksrevolutionären <em>Moral High Ground</em> zu stellen, nur um dann beim örtlichen erzkonservativen Abgeordneten zum eigenen Vorteil den Kniefall zu machen &#8230; <em>I&#8217;d laugh if it wasn&#8217;t so tragic</em>.</p>
<p>Und als Tourist?</p>
<p>Nehmt Irland einfach so, wie es ist &#8211; kommt ohne grosse vorgefasste Irlandbilder hierher, dann könnt Ihr auch nicht gross enttäuscht werden. Irland ist da, mit seinen schönen und seinen absolut nicht so schönen Seiten. Es ist einen Besuch wert. Für manche Menschen wirklich nur einen, für andere Menschen wird es, so eine oft gehörte Aussage, zur Droge.</p>
<p>Wobei man jetzt anmerken könnte, dass von Drogen abhängige Menschen gemeinhin den Blick für die Realität verlieren und auch einen grossen Teil Lebensqualität einbüssen.</p>
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		<title>Kabelbinder? Amateure &#8230;</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/14/kabelbinder-das-ist-fur-amateure/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Irlandbilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Es soll ja Leute geben, die sich über den irischen Hang zum Kabelbinder als Universallösung mokieren. Zu recht ... bei diesem Traktor in Kilkee wird demonstriert, wie man ein Rad professionell befestigt. Gute Fahrt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es soll ja Leute geben, die sich über den irischen Hang zum Kabelbinder als Universallösung mokieren. Zu recht &#8230; bei diesem Eigenbau-Traktor im Hafen von Kilkee (<a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/munster/clare/" title="County Clare">County Clare</a>) wird demonstriert, wie man ein Rad professionell befestigt. Gute Fahrt!</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/14/kabelbinder-das-ist-fur-amateure/eigenbau-bootstraktor/" rel="attachment wp-att-1561"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/eigenbau-bootstraktor.jpg" alt="" title="eigenbau-bootstraktor" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1561" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn der schöne Schein trügt</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/14/wenn-der-schone-schein-trugt/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:23:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clare]]></category>
		<category><![CDATA[Reisegeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Sligo]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Irlandbild der meisten Touristen ist geprägt durch Reiseführer, Webseiten und Träume. Letzteres lassen wir jetzt einfach mal ausser Acht, denn das Traumbild vom "wahren Irland" (auch bekannt als "unser Irland") ist so ein Thema für sich. Aber die Bilder, die sich andernorts, in der Realwelt finden, die sollen heute einmal Thema sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Irlandbild der meisten Touristen ist geprägt durch Reiseführer, Webseiten und Träume. Letzteres lassen wir jetzt einfach mal ausser Acht, denn das Traumbild vom &#8220;wahren Irland&#8221; (auch bekannt als &#8220;unser Irland&#8221;) ist so ein Thema für sich. Aber die Bilder, die sich andernorts, in der Realwelt finden, die sollen heute einmal Thema sein.</p>
<p>Ein Paradebeispiel sind immer Dolmen und Hünengräber. Fotografiert wie hier wirken sie mächtig, massiv und in Einsamkeit gefangen. Der irische Traum. Der Kelte in uns allen wird wach. Oder so.</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/14/wenn-der-schone-schein-trugt/carrowmore-dolmen/" rel="attachment wp-att-1547"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/carrowmore-dolmen.jpg" alt="" title="carrowmore-dolmen" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1547" /></a></p>
<p>Naja &#8230; das Bild stammt von der ausgedehnte Anlage in Carrowmore (<a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/connacht/sligo/" title="County Sligo">County Sligo</a>) &#8230; über den Steinhaufen kann selbst ein zertifizierte Gnom wie ich locker hinwegsehen. Auch die Einsamkeit wird allein durch den Aufnahmewinkel gezaubert, der die Hauptstrasse und umliegende Gehöfte gewissermassen &#8220;ausblendet&#8221;. Schön, aber der Schein trügt. Und wer setzt schon den Stein in Relation zum Löwenzahn?</p>
<p>Dennoch würde ich jedem Irlandurlauber und -bewohner, vom neo-paganen Mystifax bis hin zum ernsthaften Archäologen, die Reise auf Sligos riesigen Steinzeitfriedhof empfehlen. Er ist einfach beeindruckend &#8230; wenn man die Steine, die Landschaft, das Gesamtbild auf sich wirken lässst. <em>Size isn&#8217;t everything &#8230;</em></p>
<p>Aber &#8230; kommen Sie mir dann nicht damit, dass Sie sich den Dolmen grösser vorgestellt hätten.</p>
<p>Wo man dies oft hört ist etwa &#8230; mitten im Burren (<a href="http://www.irlandinside.info/category/irlandreisen/reiseziele/munster/clare/" title="County Clare">County Clare</a>). Der Poulnabrone-Dolmen ist Irlands Vorzeige-Steingrab und gehört in jeden vernünftigen Reiseführer. Allein schon, weil ihn jeder kennt und es garantiert auffällt, wenn man ihn nicht zumindest erwähnt. </p>
<p>Vernünftige Reiseführer erwähnen vielleicht ganz beiläufig, dass der Dolmen eine der am meisten überlaufenen Attraktionen in der Gegend ist und das Parken in einigermassener Nähe ein Glücksspiel mit schlechten Gewinnchancen darstellt. </p>
<p>Aber parken Sie ruhig einmal dort, lassen Sie sich etwas Zeit und lauschen Sie den Touristen, die oft im 54er-Pack angekarrt werden: &#8220;Ha, des is scho schä, aber i hen mir des grässer vorg&#8217;stllt, gell?&#8221;</p>
<p>Auf die Knie, Touri!</p>
<p>Nicht um Abbitte zu leisten, sondern um denselben Aufnahmewinkel wie im Prospekt zu bekommen. Dann ragt der Dolmen wirklich in den Himmel. Und mit Photoshop bekommt man die buntgekleidete Reisegesellschaft aus den Fildern und die Absperrungen auch noch weg. Oder man kommt ausserhalb der Touristenzeit. Allein.</p>
<p>Wie heisst es immer? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Stimmt &#8230; und schon mit nur tausend Worten kann man schon ganz schön dicke Märchen erzählen. Mit Bildern manchmal noch dickere, grössere, wuchtigere &#8230;</p>
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		<title>Wir bauen einen Polytunnel &#8211; Verstärkungen und Beginn des Innenausbaus</title>
		<link>http://www.irlandinside.info/2012/05/12/wir-bauen-einen-polytunnel-verstarkungen-und-beginn-des-innenausbaus/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 09:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd Biege</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben in Irland]]></category>
		<category><![CDATA[polytunnel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Innenausbau beginnt ... und man braucht mehr Holz, wenn es ordentlich sein soll. Und je nach Windsituation sollte sich der geneigte Tunnelbauer auch überlegen, wieviel Neigung der gebaute Tunnel vertragen kann. Braucht man noch Querstreben? Nach der Erfahrung in der Nachbarschaft eigentlich nicht, aber Deutsche lieben ja den "<em>belts and braces approach</em>".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Innenausbau beginnt &#8230; und man braucht mehr Holz, wenn es ordentlich sein soll. Und je nach Windsituation sollte sich der geneigte Tunnelbauer auch überlegen, wieviel Neigung der gebaute Tunnel vertragen kann. Braucht man noch Querstreben? Nach der Erfahrung in der Nachbarschaft eigentlich nicht, aber Deutsche lieben ja den &#8220;<em>belts and braces approach</em>&#8220;. Also los. Zum Einkaufen erstmal.</p>
<p>Wie gesagt, muss nicht sein  &#8211; man kann jetzt auch schon den Boden direkt beackern und darauf vertrauen, dass der Bau Wind und Böen standhält. Oder eben alles ganz sauber machen und ein wenig Tunnel-Viagra für den festen Stand spendieren. Alles, was nun folgt, ist also optional. Wie diese Einkaufsliste, mit der ich wieder bei <a href="http://briodyhardware.ie/" title="Connie Briody Homevalue" target="_blank">Connie Briody</a> im Nachbarort aufschlug:
<ul>
<li>Drei Balken 3&#215;2, je 18 Fuss lang,</li>
<li>sechs Latten 2&#215;2, jeweils 16 Fuss lang,</li>
<li>zehn Bretter 9&#215;1, jeweils 16 Fuss lang und</li>
<li>zwei Bretter von 18 Fuss in &#8220;Regalgrösse&#8221;, also etwa 5&#215;1 bis 7&#215;1.</li>
</ul>
<p>Dazu wieder Spax &#8211; ich hatte gleich den Bastlerpack geholt, in gängigen Grössen. Das waren 5&#215;50, 5&#215;60 und 5&#215;70, jeweils eine Schachtel. Und nicht vergessen: Reste und Abschnitte vom <a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/01/wir-bauen-einen-polytunnel-planung/" title="Planung eines Polytunnels">ersten Einkauf für den Polytunnel</a> waren auch noch da &#8230; sowie eine gut sortierte Holzecke in der Werkstatt. <em>Cavan Man</em>.</p>
<p>Zur Planung: Wir hatten uns entschieden, den Polytunnel ringsum mit Beeten zu versehen und weitere Beete in die Mitte zu setzen. Damit ergeben sich gute Zugriffsmöglichkeiten, die man nicht unterschätzen sollte &#8211; Arbeiten im Polytunnel macht wenig Spass, wenn man andauernd selbst ins Beet fällt. Und mehr als einen Meter kann der normale Mensch nicht mit der Hand einigermassen bequem und sicher auslegen &#8211; weniger ist sogar besser.</p>
<p>So votierten wir für Beete von drei Fuss Länge an Stirn- und Rückseite, zwei Fuss Länge an den Längsseiten. Breite je nach Polytunnel (also an der Rückseite volle zwölf Fuss, an der Stirnseite dito mit Ausschnitt für die Tür, die Seiten logischerweise etwa auch zwölf Fuss). Die Beete wurden auch nicht durchgehend geplant, sondern mit Trennwänden &#8211; stabiler und einem Fruchtwechsel zuträglich (und man kann auch die Erde in einem Beet erneuern, ohne das danebenliegende zu zerstören).</p>
<p>Und ja &#8211; Hochbeete, genau neun Inches hoch. Oder tief? Rückenschonend auf jeden Fall. Und das Problem nehmend, den beim Bau zusätzlich festgetrampelten Boden im Polytunnel wieder umzugraben. Bilder sagen jetzt, glaube ich, wirklich mehr als Worte &#8211; beginnen wir mit der Stirnseite:</p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/12/wir-bauen-einen-polytunnel-verstarkungen-und-beginn-des-innenausbaus/pt3-1/" rel="attachment wp-att-1264"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/pt3-1.jpg" alt="" title="pt3-1" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1264" /></a></p>
<p>Das Layout ist wohl selbsterklärend &#8211; die Bretter 9&#215;1 wurden passend geschnitten und dann mit abgelängten Latten 2&#215;2 befestigt, die <em>ESB Pipes</em> liefern das Installationsmuster frei Haus. Ein wenig messen muss man schon, aber es ist wirklich keine Millimeterarbeit und auch für den Amateur gut zu schaffen.</p>
<p>Das folgende Bild zeigt die Rückseite und in der Mitte einen undefinierbaren schwarzen Haufen &#8211; Anti-Unkraut-Folie, die später noch zum Tragen kommt. Ursprünglich wollte ich den ganzen Tunnel mit drei Bahnen auslegen, das war aber ein Schuss in den Ofen &#8230; die Folie ist so leicht, dass der Druckluftnagler die Krampen flott durchhaute. Später wurde mir dann auch bewusst, dass die Folie beim weiteren Bau fast zwangsläufig kaputtgetrampelt worden wäre &#8230; also Installation verschoben. </p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/12/wir-bauen-einen-polytunnel-verstarkungen-und-beginn-des-innenausbaus/pt3-2/" rel="attachment wp-att-1265"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/pt3-2.jpg" alt="" title="pt3-2" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1265" /></a></p>
<p>Und dann kamen noch die zusätzlichen Abstützungen zum Tragen, auf den oberen Fotos schon zu erkennen und hier hoch einmal im Detail. Querlatten, die an den Beetumrandungen verankert werden. Da wackelt nichts mehr. Naja, fast &#8230; aber unterhalb des &#8220;Fensters&#8221; (eine mit farblich schön abgestimmtem Antifliegennetz versehene Lüftungsöffnung) kommt noch ein kleines Regalbrett ins Spiel. Gut, um schnell etwas trocken abzulegen. </p>
<p><a href="http://www.irlandinside.info/2012/05/12/wir-bauen-einen-polytunnel-verstarkungen-und-beginn-des-innenausbaus/pt3-3/" rel="attachment wp-att-1266"><img src="http://www.irlandinside.info/wp-content/uploads/2012/05/pt3-3.jpg" alt="" title="pt3-3" width="600" height="450" class="aligncenter size-full wp-image-1266" /></a></p>
<p>Was jetzt noch folgen muss &#8230; der Anstrich. Also wieder den schwarzen Holzschutz hervorgeholt und fröhlich den Pinsel geschwungen. Damit es bald weitergehen kann &#8230;</p>
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